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Ausstellung im Schmidthaus
Zur Ausstellung im Schmidthaus, Nabburg - Oktober 2006, am 25.09.2006 Anastasia Poscharsky-Ziegler der "Der Neue Tag"
Wortzusammenbau
Zum Abschluß des Projekts am 09.05.2006 der "Der Neue Tag" und
zur Eröffnung "Wortzusammenbau" am 19.09.2005 "Mittelbayerische" | "Der Neue Tag"
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Das Wesentliche behutsam sichtbar machen
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Vasilij Plotnikov zeigt Holzskulpturen im Nabburger Schmidt-Haus
Er ist Russe. Ein bayerischer Russe. Bei der Durchreise irgendwie in Bayern, in Schmidgaden in der Oberpfalz, hängengeblieben. Vasilij Plotnikov, 1972 in Sotschi am Schwarzen Meer geboren,
lebt seit elf Jahren in Deutschland und absolvierte eine dreijährige Bildhauerausbildung an der Schule für Technik und Gestaltung in Flensburg. Plotnikov nimmt als Künstler auch
aktiv an Integrationsprojekten teil: So schuf er etwa in der Schwandorfer Kreuzbergschule vor einem Jahr die Skulptur "Wortzusammenbau" mit deutschen und ausländischen Schülern.
Im kunstvollen Ambiente des Schmidthauses zeigt Plotnikov 69 Holzskulpturen und Keramiken und eröffnet damit die Herbstsaison. Bürgermeister Josef Fischer konnte zur Eröffnung
viele Gäste begrüßen. Für die stimmige Musik zum Eröffnungsfest sorgten Tobias Zillner (Gitarre und Brass) mit Jakob Kraft am Schlagzeug und einem "Live Sampler" als
drittem Mann. Zu sehen bis 22. Oktober, mittwochs bis samstags ab 19 Uhr, sonntags zwischen 14 und 18 Uhr.
Vom Erdgeschoss bis in den ersten Stock haben die sehenswerten Arbeiten Vasilij Plotnikovs aus Holz, Materialmix und Keramik das Haus des Künstlers Karl Schmidt erobert. Sie stehen nicht nur
im eigentlichen Showroom, sondern auch auf den Tischen des Café Karl, und verstecken sich mitten in den Exponaten der Dauerausstellung: Übermannshoch, dann wieder posieren sie als
Miniaturen in Glasvitrinen oder thronen auf hohen Podesten, mal trutzig, mal grazil, immer kompakt.
Museumsleiterin Christa Schlosser hob in ihrer Einführung die Naturverbundenheit des Bildhauers hervor: Plotnikov zwinge dem Werkstoff Holz nicht seinen Willen auf, sondern respektiere das
Vorhandene, arbeite behutsam, lege frei, offenbare das Wesentliche: das kann eine Giraffe in einer Platane sein, die der Künstler "befreit" hat, oder ein "Menschenwesen" in Lindenholz.
Doch nicht nur das Wachsende, auch die Vergänglichkeit ist ein Thema für den Wahl-Oberpfälzer: eine lebensgroße Mumie, auf Sägespäne gebettet und eine kleine
Skulptur zum 20. Jahrestag der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl, ein nach russischer Art gewickeltes Baby im Minisarg, drücken tiefe, stille Trauer aus. Verspielt zeigt sich Plotnikov
bei Miniaturen aus verschiedenen Materialien: da setzt sich beispielsweise ein Krebs aus Muschel, Eukalyptus und schwarzer Mooreiche zusammen.
Den Besuchern der Ausstellungseröffnung machte es einen Heidenspaß, Namen für die Arbeiten "ohne Titel" zu suchen, und das Exponat Nr. 1, den tückisch versteckten "Rehbock"
aus Leder, Metall und Geweih zu finden.
Jeder Gast konnte sich eine Tüte "Ausstellungskonzentrat" nehmen. Was das ist? Sägespäne der 20 Hölzer mit denen Plotnikov arbeitet, darunter Mooreiche, Eibe, Akazie, Thuja,
Zypresse, Magnolie. Mit dieser Liebe zum Holz ist Plotnikov Russe, ganz in der Tradition slawischer Kultur, der aber hier in der Oberpfalz eine zeitgemäße Ausdrucksform gefunden hat.
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Steinerner Toleranzappell
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Klasse 9a der Kreuzbergschule schließt kunsthandwerkliches Projekt ab
Schwandorf. (zil). Nicht ohne Stolz präsentierten die Schüler der Klasse 9a an der Kreuzbergschule eine kunsthandwerkliche Arbeit, die sie mit Hilfe des Bildhauers Vasilij
Plotnikov nach einer Idee der beiden Lehrer Rudolf Hirsch und Tanja Prester weitergeführt und vollendet haben.
Die Skulptur mit dem Titel „Wortzusammenbau“ befasst sich mit Begriffen wie Freiheit, Frieden, Toleranz, Respekt in kyrillischer, türkischer und deutscher Schrift und
ist über die Dauer von zwei Jahren ebenso im Rahmen des Unterrichts wie in der Freizeit in Zusammenarbeit mit einem Handwerksmeister geplant und ausgeführt worden. Vasilij
Plotnikov stand als künstlerischer Berater in dieser Zeit zur Verfügung.
Die Regierung der Oberpfalz hat das Projekt gefördert, außerdem habe sich eine recht intensive Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Jugendbeirat entwickelt,
erläuterte Rektorin Maria Grundler. Sie sprach allen Beteiligten ein Kompliment „für die gelungenen Gestaltung“ aus und forderte die Schülerinnen und
Schüler auf, von ihrem Kunstwerk Besitz zu ergreifen.
Denn es bietet die Möglichkeit, Platz zu nehmen, sich u unterhalten und auszutauschen. Mit den Worten, die nun in den Stein gemeißelt seien, hätten sich die Teilnehmer
dieses Projektes an der Kreuzbergschule verewigt, schloss Grundler. Plotnikov merkte an, dass den Schülern die Auswahl für die Wörter überlassen gewesen sei,
allerdings mit der Maßgabe, thematisch mit der Integration unterschiedlicher Kulturen zusammenhängen zu sollen.
Der Bildhauer dankte für eine gute Zusammenarbeit und hob besonders Jan Schwarz, Christine und Paulina Tomler, Olga Zermal, Daniel Friedrich und Eugen Schneider für deren
außerordentliches Engagement hervor. „Uns hat es Spaß gemacht und wen wir aus der Schule entlassen werden, bleibt etwas von uns da“, merkte Eugen Schneider im
Namen der beteiligten Schüler an.
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Toleranz darf keine bloße Worthülse bleiben
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Kunstwerk zur sozialen Integration an der Kreuzbergschule enthüllt / Verständigung in Wort und Tat
SCHWANDORF (ml). In Stein gemeißelt wie die zehn Gebote auf den Gesetzestafeln sollen Werte wie Freiheit, Toleranz, Friede und verständnisvolles Miteinander nun in der
Kreuzbergschule eine unumstößliche Gültigkeit haben. "Wortzusammenbau" heißt das Projekt, in dem Jugendliche verschiedener Sprache und Kultur, darunter vor allem
Schülerinnen und Schüler der letztjährigen Klasse 8a unter Federführung von Holzbildhauer Vasilij Plotnikov kunstvoll soziale Integration einübten (wir
berichteten). Gestern nun wurde im Beisein aller Schülerinnen und Schüler der Kreuzbergschule und zahlreicher Ehrengäste das Kunstwerk enthüllt, vom Künstler und
einigen seiner Helfer erklärt und vor allem auch gleich als willkommene Sitzgelegenheit in Beschlag genommen.
Rektorin Maria Grundler dankte allen Beteiligten für die Realisierung des Kunstprojektes, darunter besonders den Institutionen Schulamt, Jugendamt, Jugendtreff, Jugendbeirat und
natürlich den beteiligten Jugendlichen, Klasslehrer Rudi Hirsch sowie dem Holzbildhauer Vasilij Plotnikov. In Worten und Taten kann das gemeinsame Anliegen der Integration
verschiedener Kulturen erreicht werden, betonte Grundler. Und gemeinsam wurde gesprochen, organisiert, gearbeitet und gemeißelt. Oberbürgermeister Helmut Hey bezeichnete die
Aktion als vorbildlich. Gerade auch im Hinblick auf die begleitenden Aktionen von Jugendtreff und -beirat, beispielsweise zum besseren Erlernen der deutschen Sprache, sollte der
"Wortzusammenbau" ein Anfang sein, dem noch weitere Projekte folgen. "Werte wie Verständnis und Toleranz dürften weder in der Schule noch in der Gesellschaft bloße
Worthülsen bleiben.", betonte der OB.
"Hier ist in Stein eingemeißelt, wovon die
Schulfamilie lebt", lobte Schulamtsdirektor Anton Stierstorfer und hob hervor, dass es an der Kreuzbergschule immer wieder gelinge, diesen Schulfrieden zu finden. Jugendamtsleiterin
Regina Hildwein bezeichnete das Kunstprojekt ebenfalls als eine "gute Sache, die hoffentlich weitergeführt wird."
Was noch fehlt, ist die wetterfeste Hülle, sowie der Farbanstrich des Kunstwerkes, das insgesamt rund 6600 Euro kostet, berichtete der projektleitende Künstler Vasilij
Plotnikov. Gemeinsam mit einigen Schülern erläuterte er die auf den Gasbetonsteinen eingemeißelten Worte verschiedener Sprache und Schrift. Mithilfe von Klassenkameraden
unterschiedlicher Herkunft können die Kreuzbergschüler in den Pausen hier künftig tüfteln.
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Kunst fördert soziale Integration
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Kreuzbergschule: Jugendliche entwickeln zusammen mit Vasilij Plotnikov Skulptur
Schwandorf. (mrs) "Wortzuammenbau"- lautet der Titel des Kunstwerkes, das am Dienstag im Pausenhof der Kreuzbergschule enthüllt wurde. Das Inte grationsprojekt des Künstlers
Vasilij Plotnikov wurde zusammen mit dem Jugendbeirat der Stadt und Schülern der Kreuzbergschule auf die Beine gestellt.
An dem Projekt ist neben dem Jugendtreff und der Kreuzbergschule auch das Jugendamt beteiligt. Die Aktion wird aus Mitteln des Kulturfonds der bayerischen Staatsregierung über den
Bayerischen Jugendring finanziell gefördert. Nachdem sich Künstler und die letztjährige 8a unter der Leitung von Rudolf Hirsch gefunden hatten, war die Vorgabe des
Künstlers, eine Pyramide aus Gasbeton-Steinen zusammen zu gestalten.
Nach und nach entwickelte sich daraus die Idee, das Projekt als Sitzgelegenheit im Pausenhof zu erbauen, und somit auch praktisch nutzbar zu machen. Die Oberfläche der
Gasbetonsteine wurde mit Begriffen aus den verschiedenen Muttersprachen der Schüler beschriftet. Deutsche Wörter wurden in kyrillischen Buchstaben und umgekehrt in die Steine
gehauen. Das Projekt "Wortzusammenbau" bot sich für die Klasse der Kreuzbergschule besonders an: Viele verschiedene Nationalitäten treffen in der Klasse aufeinander.
Ziel war, dass sich deutsche und ausländische Schüler durch gemeinsame Aktivitäten näher kommen. Sowohl im Bereich der sozialen Interessen, als auch im sozialen
Umfeld. Unter dem Thema "Soziales Lernen - Kulturelle Bildung" soll die Arbeit dem Zusammenhalt der Schulgemeinschaft und dem Integrationsprozess dienen. Zur Enthüllung des noch
nicht ganz fertig gestellten Kunstwerkes am Dienstag waren neben den Schülern der Kreuzbergschule und deren Rektorin Maria Grundler, Oberbürgermeister Helmut Hey,
Schulamtsdirektor Anton Stierstorfer und die Leiterin des Jugendamtes, Regina Hildwein, gekommen. Stierstorfer sagte, dass das Denkmal gleichzeitig "nachdenklich und dankbar macht".
Oberbürgermeister Helmut Hey meinte, die Worte, Toleranz, Friede, Freiheit, Verständnis, die da in Gasbeton gemeißelt seien, dürften "nicht nur Worthülsen
bleiben", sondern müssten mit Leben erfüllt werden. Nun muss das Denkmal nach den Worten von Maria Grundler noch wasserfest gemacht, und mit der einen oder anderen Farbe
versehen werden.
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